Trauer

„Fürchte dich nicht; denn ich erlöse dich und rufe dich beim Namen, mein bist du. Gehst du durch Wasser, ich bin bei dir; durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Gehst du durch Feuer, du wirst nicht verbrennen; die Flamme wird dich nicht versengen. Denn ich, Jahwe, bin dein Gott.“ (Jes 43,1-3)

Menschen begraben ihre Toten. Aus christlicher Sicht ist dies ein Werk der Barmherzigkeit; es verdeutlicht die Ehrfurcht vor dem gelebten und verstorbenen Leben. Ein kirchliches Begräbnis geschieht in der christlichen Hoffnung, dass unser Leben nicht mit dem Tod erlischt, sondern in die Gemeinschaft mit Gott mündet. So schafft es einen tröstlichen Ort der Trauer, des Abschieds und der Erinnerung.

Ein Beerdigungstermin kann mit dem Pfarrbüro abgestimmt werden. Einer der Seelsorger nimmt im Anschluss Kontakt mit den Angehörigen auf.

Unsere Sorge gilt nicht nur trauernden Angehörigen, die einen geliebten Menschen beerdigen mussten, sondern auch Trauernden mit anderen Verlusterfahrungen: Trennung und Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust von Gesundheit und eine schlimme Krankheitsdiagnose, Zerplatzen eines Lebenstraumes, Scheitern an einem Ziel oder einer Aufgabe u.a.… Auch in diesen Situationen sind wir gerne für Sie da. Wir bieten daher verschiedenste Angebote zur Trauerbegleitung an. Weiter unten finden Sie dazu einen Flyer mit einer Übersicht.

Wer in seiner Trauer darüber hinaus begleitet werden möchte, kann sich mit diesem Wunsch ebenfalls gerne an eine/n der Seelsorger/Innen wenden.

 

An Allerseelen am 2.11. laden wir herzlich ein zu einem abendlichen Gedenk-Kerzengottesdienst für die Verstorbenen der letzten 12 Monate.

Eine längerfristige Einzelbegleitung ist auf Anfrage gerne möglich.

Ansprechpartner: Pastoralreferentin Kirsten Thalmann

 

Seelsorglich begleitete Sonntagsspaziergänge:

Deich-Gespräche im Oktober

Mal gehen wir zu viert, mal mit 10 Personen. Wer kommt,  bringt seine oder ihre Trauer mit. Findet Menschen zum Gespräch und Austausch. Knüpft neue Kontakte. Erlebt vielleicht Trost. Und der Sonntagnachmittag ist leichter zu ertragen… Alle Gespräche sind vertraulich. Was auf dem Deich gesprochen wird bleibt auch dort… Oder in der Dionysius Kirche, wo alle zum Abschluss und Segen zusammen kommen. Wir laufen langsam, ca. 45-60 min.

Die Deich-Gespräche finden an den Sonntagen im Oktober und April statt. 15 Uhr Treffpunkt Hubbrücke auf der Königsstraße in Alt-Walsum bei trockenem Wetter. Sonst in der Kirche (bei Regen).

 

Dieses Angebot wird begleitet von haupt- und ehrenamtlichen SeelsorgerInnen. Alle Gespräche werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Dasselbe gilt für den Austausch unter betroffenen Trauernden.
Jeder entscheidet selber, was ausgesprochen wird.
Niemand MUSS über seine Trauersituation sprechen, aber jeder hat die Gelegenheit sich über alles was bewegt auszutauschen oder einfach nur einen verständnisvollen Zuhörer zu haben.
Wer mag kann hinterher Gedanken, Traurigkeit und was sonst auf dem Herzen liegt mit einer brennenden Kerze in der Kirche hinterlassen.

Freitags-Filme

Im Rahmen der Trauerpastoral bieten wir den Winter über Filmabende an. Die dort gezeigten Filme erzählen vom Leben, vom Sterben und Tod und vom Leben danach.

Es geht

  • um unseren Umgang mit dem Leben angesichts seiner Endlichkeit, um unsere Angst vor dem Tod,
  • um unseren Umgang mit der Trauer und auch
  •  um unsere Vorstellungen darüber, was uns nach dem Tod erwartet.

Die Film-Geschichten können ein guter Anlass sein, darüber in einen Austausch zu kommen.

Zu jedem Filmabend wird ein kleiner Imbiss angeboten und es gibt die Möglichkeit, Getränke zu kaufen.

Der Eintritt ist frei! Jeder ist willkommen – auch, wer gerade keinen aktuellen Traueranlass hat!

Ort und Zeit

An ausgesuchten Freitagen, 19 Uhr, Kardinal-von-Galen-Haus, Bistro 1. Etage, Elisabethstr. 8, 47178 Duisburg (Walsum-Vierlinden)

Das Leben ist nichts für Feiglinge:

Rundum gelungene Tragikomödie um eine Familie, die mit dem Tod der Mutter zurechtkommen muss.

Der Tod von Babette wirft die komplette Familie aus der Bahn: Witwer Markus wird mit dem plötzlichen Tod seiner Frau nicht fertig und sieht hilflos mit an, wie ihm seine 15-jährige Tochter entgleitet: Kim zeigt dem Vater die kalte Schulter und zieht sich in ihre eigene Welt zurück. Einziger Halt ist die Großmutter. Die verschweigt ihre Krebskrankheit und nimmt sich eine unkonventionelle Pflegerin, die ihr Lebensmut macht. Ausgerechnet in dieser Situation brennt die Enkelin mit einem Jungen durch.

Eine Familie wird vom Tod der Mutter aus der Bahn geworfen, rauft sich aber gemeinsam wieder zusammen.

Ein Film der zum Roadmovie wird …ein Weg der die auseinanderfallende Familie wieder zusammenbringt.

 

Nokan – Die Kunst des Ausklangs:

Oscarprämiertes Drama über einen japanischen Cellisten, der wider Willen seine wahre Berufung findet.

Der Cellist Daigo verliert seinen Posten beim Tokioter Symphonie-Orchester, als der Sponsor aussteigt. Da er die Raten seines teuren Instruments nun nicht mehr zahlen kann, gibt er es zurück und kehrt mit seiner Frau in seine Heimat im ländlichen Norden Japans zurück. Bei der Arbeitssuche stößt Daigo auf die Anzeige eines auf Reisen spezialisierten Unternehmens und wird zu guten Bedingungen eingestellt. Da erfährt er die wahre Natur des Geschäfts: Er soll die Leichen Verstorbener auf die letzte Reise, sprich, die Beerdigung vorbereiten. Haken: Dieser Beruf hat wenig gesellschaftliches Ansehen. Seine Frau verlässt ihn darauf hin.

Sein Lehrmeister für die Kunst des Ausklangs wird auch zum Lehrmeister für das Leben und zum Freund. Daigo entdeckt einen neuen Sinn in seinem Leben, eine neue Passion. Ein Film, der Einblicke gibt in eine andere Kultur und ihren Umgang mit dem Sterben und wie wichtig ein Ritual und das Begleiten ist.

U.a. mit dem Auslandsoscar ausgezeichnete meditative japanische Dramödie.

 

Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott:

Berührendes Drama über einen Vater, der nach der Entführung und Ermordung seiner Tochter eine Einladung von Gott erhält.

Der Familienvater Mackenzie Allen Philips (Sam Worthington) machte eine der schlimmsten Erfahrungen, die ein Mensch ertragen kann. Auf einem Camping-Ausflug verschwindet seine jüngste Tochter Missy (Amélie Eve) ohne jede Spur. Alle Indizien weisen darauf hin, dass das Mädchen ermordet wurde. Vier Jahre nach ihrem Verschwinden bekommt Mack einen ungewöhnlichen Brief. Der anonyme Absender, der mit einem ominösen „Papa“ unterzeichnet hat, möchte, dass Mack zu dem Ort des Unglücks zurückkehrt. Von Trauer und Schuldgefühlen zerfressen, sieht Mack hier eine Chance, mit dem Geschehenen abzuschließen. Doch wer verbirgt sich hinter dem Pseudonym? Ist es etwa der Mörder des Mädchens oder ein unbekannter Wohltäter? Oder vielleicht ist das alles nur ein schlechter Scherz? In der abgelegenen Waldhütte angekommen, trifft Mack auf unerwartete Gesellschaft in Form von Gott (Octavia Spencer), Jesus (Aviv Alush) und dem Heiligen Geist (Sumire Matsubara). Diese Begegnung macht einen nachhaltigen Eindruck auf Mack, der sein bisheriges Leben komplett überdenken muss.

Das berührende Drama basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des kanadischen Autoren William Paul Young, der in seinem Buch die Bewältigung von Trauer thematisiert. Wie kann es sein, dass Gott die Menschen liebt und trotzdem so viel Leid und Unrecht auf der Erde geschehen lässt? Diese Frage beschäftigt viele Gläubige. Auch wenn es darauf keine einfachen Antworten gibt, versucht Regisseur Stuart Hazeldine in seiner warmherzigen Verfilmung die unterschiedlichen Facetten dieser Frage zu beleuchten.