Trauer

„Fürchte dich nicht; denn ich erlöse dich und rufe dich beim Namen, mein bist du. Gehst du durch Wasser, ich bin bei dir; durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Gehst du durch Feuer, du wirst nicht verbrennen; die Flamme wird dich nicht versengen. Denn ich, Jahwe, bin dein Gott.“ (Jes 43,1-3)

Menschen begraben ihre Toten. Aus christlicher Sicht ist dies ein Werk der Barmherzigkeit; es verdeutlicht die Ehrfurcht vor dem gelebten und verstorbenen Leben. Ein kirchliches Begräbnis geschieht in der christlichen Hoffnung, dass unser Leben nicht mit dem Tod erlischt, sondern in die Gemeinschaft mit Gott mündet. So schafft es einen tröstlichen Ort der Trauer, des Abschieds und der Erinnerung.

Ein Beerdigungstermin kann mit dem Pfarrbüro abgestimmt werden. Einer der Seelsorger nimmt im Anschluss Kontakt mit den Angehörigen auf.

Unsere Sorge gilt nicht nur trauernden Angehörigen, die einen geliebten Menschen beerdigen mussten, sondern auch Trauernden mit anderen Verlusterfahrungen: Trennung und Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust von Gesundheit und eine schlimme Krankheitsdiagnose, Zerplatzen eines Lebenstraumes, Scheitern an einem Ziel oder einer Aufgabe u.a.… Auch in diesen Situationen sind wir gerne für Sie da. Wir bieten daher verschiedenste Angebote zur Trauerbegleitung an. Weiter unten finden Sie dazu einen Flyer mit einer Übersicht.

Wer in seiner Trauer darüber hinaus begleitet werden möchte, kann sich mit diesem Wunsch ebenfalls gerne an eine/n der Seelsorger/Innen wenden.

 

An Allerseelen am 2.11. laden wir herzlich ein zu einem abendlichen Gedenk-Kerzengottesdienst für die Verstorbenen der letzten 12 Monate.

Allerseelen-Gedenkgottesdienst 2017 um 18.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Dionysius in Alt-Walsum (Kaiserstr. 46).

Eine längerfristige Einzelbegleitung ist auf Anfrage gerne möglich.

Ansprechpartner: Pastoralreferentin Kirsten Thalmann

Dieses Angebot wird begleitet von haupt- und ehrenamtlichen SeelsorgerInnen. Alle Gespräche werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Dasselbe gilt für den Austausch unter betroffenen Trauernden.
Jeder entscheidet selber, was ausgesprochen wird.
Niemand MUSS über seine Trauersituation sprechen, aber jeder hat die Gelegenheit sich über alles was bewegt auszutauschen oder einfach nur einen verständnisvollen Zuhörer zu haben.
Wer mag kann hinterher Gedanken, Traurigkeit und was sonst auf dem Herzen liegt mit einer brennenden Kerze in der Kirche hinterlassen.

Freitags-Filme

Im Rahmen der Trauerpastoral bieten wir den Winter über Filmabende an. Die dort gezeigten Filme erzählen vom Leben, vom Sterben und Tod und vom Leben danach.

Es geht

  • um unseren Umgang mit dem Leben angesichts seiner Endlichkeit, um unsere Angst vor dem Tod,

  • um unseren Umgang mit der Trauer und auch
  • um unsere Vorstellungen darüber, was uns nach dem Tod erwartet.

Die Film-Geschichten können ein guter Anlass sein, darüber in einen Austausch zu kommen.

Zu jedem Filmabend wird ein kleiner Imbiss angeboten und es gibt die Möglichkeit, Getränke zu kaufen.

Der Eintritt ist frei! Jeder ist willkommen – auch, wer gerade keinen aktuellen Traueranlass hat!

Ort und Zeit

An ausgesuchten Freitagen, 19 Uhr, Kardinal-von-Galen-Haus, Elisabethstr. 8, 47178 Duisburg (Walsum-Vierlinden)

Termine 2017/2018:

  • November 2017
  • Januar 2018
  • März 2018

 

Unsere Freitags-Filme:

Am 10. November 2018:

„Dienstags bei Morrie – Die Lehre eines Lebens“.

Die letzte große Rolle von Jack Lemmon und eine wahre Geschichte:

Morrie Schwartz, Soziologieprofessor,  ist schwer krank und hat seinen Tod vor Augen. Dies ist Anlass für seinen ehemaligen Lieblingsstudenten Mitch nach über 16 Jahren zu Besuch zu kommen.

Es bleibt nicht bei diesem einen Besuch: Mitch kommt immer wieder…jede Woche dienstags…14 Wochen lang. Sie sprechen über alles, was wichtig ist: über das Leben, den Tod, die Liebe, über Angst, Treue und Freude…über alles. Mitch ist der letzte Student Morries, die 14 Dienstage der letzte Kurs den dieser gibt. Darin liegt Trost und Ermutigung für beide.

Ein wunderbar warmherziger Film über die Kraft der Freundschaft und das, was das Leben wirklich ausmacht, was wirklich wichtig ist.

 

Am 12. Januar 2018:

„Wie durch ein Wunder – Leben. Lieben. Loslassen können.

Nach dem Roman „The Death and Life of Charlie St. Cloud/Der Tod und das Leben des Charlie St. Claud“ von Ben Sherwood. Teenie-Schwarm Zac Effron in einer ernsten Rolle:

Ein tragischer Unfall tötet den 15-jährigen Charlie St. Cloud und seinen kleinen Bruder Sam. Die beiden haben sich geschworen, immer zusammen zu bleiben, auch nach dem Tode. Wie durch ein Wunder wird Charlie allerdings erfolgreich wiederbelebt, im Gegensatz zu seinem Bruder. 13 Jahre später hat Charlie den Tod von Sam noch nicht verwunden. Durch die Fähigkeit, mit den Toten kommunizieren zu können, kann sich Charlie an sein Versprechen halten: Er besucht jeden Tag den Geist seines Bruders auf dem Friedhof und spielt mit ihm Baseball – so wie zu Lebzeiten versprochen. Doch eines Tages begegnet er der abenteuerlustigen Seglerin Tess und das erste Mal seit dem Unfall wird Charlie aus einer Lethargie gerissen und findet wieder Gefallen am Leben. Doch auch Charlies Bruder stellt noch Ansprüche an den sensiblen jungen Mann. Als Tess bei einem Sturm als vermisst gemeldet wird, muss sich Charlie entscheiden, ob er bei den Toten leben möchte oder bereit ist, mit der Vergangenheit abzuschließen und zu leben.

Die bewegende Geschichte zweier Brüder und eines Trauerprozesses, der zeigt, dass loslassen und neu ins Leben aufbrechen nicht bedeutet, dass wir die, die wir lieben, nicht bedeutungslos werden lassen und vergessen, sondern im Herzen behalten.

 

Am 09. März 2018:

„Hinter dem Horizont – Das Ende ist der Anfang“ mit Robin Williams.

Der Kinderarzt Chris und seine Ehefrau Annie sind ein Paar wie für einander geschaffen. Doch das Schicksal spielt ihnen übel mit: Erst sterben die beiden Kinder bei einem Unfall, und Chris fällt es schwer, seine Frau darüber hinwegzutrösten. Doch dann kommt auch noch Chris bei einem Unfall um. Annie, die als Gemälderestauratorin arbeitet, versucht, mit Hilfe von Malen über ihr Schicksal hinwegzukommen. Chris kann Annie von seiner Himmelsstation aus dabei beobachten, doch er kann ihr nicht helfen. Schließlich nimmt Annie sich das Leben. Aber weil sie Selbstmord begangen hat, landet sie nicht bei Chris auf der Himmelsstation, sondern in der Hölle. Chris beschließt, alles daran zu setzen, sie dort zu finden und zu retten. Er riskiert die Ewigkeit im Hades für die kleine Chance, seine Frau in den Himmel zu holen.

Diese Geschichte erzählt von der großen Kraft der Liebe über den Tod hinaus und zeigt interessante Vorstellungen von Himmel und Hölle und lädt ein, ins Gespräch zu kommen über unsere eigenen Hoffnungen und Erwartungen über das DANACH.